Kieselgur (Terra siliciea)
Lebensmittelqualität


Synonyme: Diatomit, Bergmehl, Diatomeenerde, Infusorienerde
Bezeichnung: bergmännisch Gur = breiige, erdige Flüssigkeit

Wirkstoff: Kieselerde (Terra siliciea)

Wichtiger Aufbaustoff für Haare, Krallen, Zähne, Knochen und Gewebe. Kieselgur fördert eine geregelte Verdauung, bindet Schadstoffe im Darm, beugt Durchfällen und dünnem Kot vor, verbessert Haut und Fellqualitaet und wird zur Wurmbehandlung eingesetzt.

Pulver einfach in das Futter einrühren, es ist geruchs- und geschmacksneutral und wird meist problemlost akzeptiert.

Zusammensetzung: 100% unbehandelte Diatomeenerde, certified organic (OMRI listed Food Chemical Codex Grade)

D.E. sind winzige Fossilien, zerrieben in ein sehr feinkörniges und hochporöses Pulversediment; es besteht aus den kieselsäurereichen Panzern mikroskopisch kleiner einzelliger Organismen, den Kieselalgen oder Diatomeen (ein daumengroßes Stück enthält etwa 250 Mio Diatomeen).  Unsere Kieselerde ist unbehandelt, stammt aus einem süsswasser See (bett), wurde abgebaut, pulverisiert, gesiebt und verpackt ohne chemische oder Temperatur-Behandlung.

Es gibt grosse Unterschiede, z.B. kann man D.E. in grossen Mengen billig in Baumärkten bekommen, diese ist aber NICHT zum Verzehr geeignet!!!! Ganz wichtig, nur Lebensmittelqualität verwenden. Die billige D.E. zur Verwendung in Poolfiltern usw wurde erhitzt und chemisch behandelt und ist GIFTIG. Dies wirkt zwar zur Umgebungsbehandlung auch, aber wenn Katze es von den Pfoten leckt....  also IMMER nur unbehandelte Kieselgur in und um die Miezen bringen.

Essbare D.E. enthält 15 Spurenelemente, z.B.: Calcium, Magnesium, Sodium, Kalium, Kupfer, Zink, Eisen, Phosphor, Selen. Das bedeutet auch glänzendes Fell, besseres Allgemeinbefinden.



Anwendungsgebiete:

Eliminiert Würmer (Spulwurm, Bandwurm, Peitschenwurm, Fadenwurm, Hakenwurm) innerhalb von 7 Tagen (bei täglicher Anwendung). Anwendung erfolgt aber weiter bis zu 30 Tagen um auch die nächste Generation zu 'erwischen' da DE die Eier nicht mit abtötet. Bei Befall von Lungenwürmern muss mindestens 90 Tage, bei Bandwürmern 45 Tage weiterbehandelt werden.

Auesserlich:
Flöhe, Zecken, Schaben, Käfer, Läuse, Milben. Ameisen, Silberfische, Termiten, Spinnen, Ohrenkneifer, Schnecken, Fliegen u.v.m., sowohl für's Fell als auch zur Umbegungsbehandlung.

Werden Insekten damit bestäubt, verlieren sie die Lipidschicht, die sie vor Wasserverlust schützt, und sterben an Austrocknung (24-72 Stunden nach Kontakt). Möglicherweise verletzt es die Mundwerkzeuge und den Magen-Darm-Trakt und verstopft die Tracheen, die Atmungsorgane. Für dieses Prinzip der Schädlingsabwehr bietet die Natur selbst viele Beispiele: Ausgiebige Staubbäder nehmen sowohl Vögel als auch Säugetiere wie etwa Elefanten zur Körperpflege, um sich Parasiten zu entledigen und ihrer Einnistung vorzubeugen. In den letzten zehn Jahren hat Diatomeenerde in den USA zur Bekämpfung von Schädlingen einige Bedeutung erlangt.

Kieselgur wird ebenso wie andere Puder einfach in das Fell einmassiert. Jetzt fühlt sich unser Hausgenosse zwar etwas stumpf an, aber man muß keine Angst haben Nervengifte in die Mieze zu bringen wie mit verschiedenen Spot-on Produkten. Dadurch das die Katze sich leckt, nimmt sie die Kieselgur auch noch auf.

D.E. läßt sich auch in Wohnräumen und im Freigehege einsetzen um allerlei Ungeziefer zu vernichten. Silberfischchen oder Ameisen koennen genauso gekämpft werden wie Floehe und Milben. D.E. in Ritzen und Ecken streuen und ab und zu erneuern (wenns feucht wird, bzw Regen abbekommt, wirkt es nicht mehr, muss also entsprechend ausgetauscht werden).


Dosierungsvorschläge:

Wurmbehandlung: 
2x täglich (im futter)

Kitten: 1/2 Teelöffel
Katze: 1 Teelöffel
Hunde 10-30 Kg: 2 Teelöffel
30-50 Kg: 1 Esslöffel
űber 50 Kg: 2 Esslöffe
 

Zur Nahrungsergänzung:  Tagesdosis

bis 5 KG:  eine Messerspitze
5-15 Kg:  1 gestrichener
Teelöffel
15-30 Kg:  1 geh
äufter Teelöffel
30-50 Kg:  2 gehäufte Teelöffel


Warnung:

Immer wieder liest man, das Kieselgur nicht eingeatmet werden soll, und Lungenschaden hervorrufen kann. Befragungen ergaben, das selbst die Bergleute kaum Probleme damit haben. ABER, natuerlich soll KEIN pulver eingeatmet werden, egal was es ist. Also bitte vorsicht bei der Anwendung, und nicht inmitten einer Riesenwolke arbeiten. Wer seine Katzen für Ausstellungen pudert, wird gemeinsam mit der Fellnase auch dabei schon einige Male gehustet haben... also bitte langsam und in kleinen Mengen einmassieren. Krebs wird immer mal wieder 'angemahnt', kann aber in keinen Studien bestätigt werden (findet ihr eine, sagts mir bitte)

Bei Asthma und Lungenkrankheiten bitte trotzdem besonders vorsichtig sein und ev. Maske tragen.