Hautpilzerkrankungen sind bei unseren Haustieren leider keine
Seltenheit. In der Tierwelt heißt der Verurssacher zu 98% Microsporum Canis.
Mikrosporie ist hochgradig ansteckend und befällt am häufigsten Katzen und
Hunde. Aber auch Nagetiere, Pferde, Rinder und andere Felltiere werden von
ihm heimgesucht. Wird die Microsporie nicht rechtzeitig
diagnostiziert und ernst genommen, kann das böse Folgen haben.
Lange Zeit bedeutete die Diagnose Microsporum Canis eine nicht enden wollende Odyssee. Die zur Verfügung
stehenden Medikamente hatten gravierende Nebenwirkungen. Mangels Alternative
wurden Leberschädigungen und andere Gefahren der Behandlung in Kauf genommen.
Mit etwas Glück hatten die Tiere die Therapie ohne bleibende Schäden
überstanden und waren tatsächlich pilzfrei.... bis der Pilz, manchmal erst
Monate später, erneut ausbrach.
Des Rätsels Lösung sind die Sporen von Microsporum
Canis. Diese sind äusserst langlebig und robust und widersetzen sich auch
der gründlichsten Putzorgie. Sie schlummern in den Gardinen, hinter
Fussleisten, im kleinsten Winkel unserer Behausung. Dort warten sie, bis ein
passender Wirt vorbei kommt und der Lebenskreislauf von Microsporum Canis
beginnt erneut.
Bei der Bekämpfung der Sporen hat sich Ozon als
wirkunsvolle Waffe bewährt. Ozon ist bekanntlich gasförmig und somit
imstande, jeden Winkel zu erreichen.
Es hat die Eigenschaft, sich mit organischen Stoffen zu binden und diese zu
oxidieren. Dabei werden die im Raum befindlichen Pilzsporen zerstört.
Heute steht uns eine neue Generation von
Medikamenten zur Verfügung, wirksam und viel verträglicher für unsere
vierbeinigen Freunde.
Die Kombination der neuen Medikamente für die Tiere
und dem Ozongas für die Inaktivierung der Sporen verspricht endlich eine
langfristig erfolgreiche Behandlung von Microsporum Canis. In der Praxis hat
sich diese Kombination inzwischen vielfach bewährt.
Wer Informationen über die Behandlung von
Microsporum Canis benötigt, kann sich jederzeit an das Team wenden (siehe
Beratung & Kontakt). Sie haben unzähligen Züchtern in der Vergangenheit
erfolgreich geholfen . Ob es die
richtige Medikation ist oder die genaue Anleitung wie Sie sich Ozon zunutze
machen können, um Microsporum Canis endgültig zu eleminieren, scheuen Sie
einen Anruf nicht. Für die erfolgreiche Behandlung von Microsporum
Canis sind diverse Details - gerade hinsichtlich des Ozoneinsatzes - zu
beachten. Es reicht leider nicht aus im Besitz des richtigen Ozongerätes zu
sein. Medikation der Tiere und Umgebungsbehandlung mit Ozon müssen perfekt
ineinandergreifen, um langfristig erfolgreich zu sein. Nutzen Sie deshalb
bitte die Tipps und Hinweise, damit die Microsporum Canis Infektion Ihrer
Tiere so schnell wie möglich der Vergangenheit angehört.
Für die Umgebungsbehandlung bei Microsporum Canis
Infektionen haben sich drei Geräte bewährt; der OZ 1000, der Sanify 125 und
bei großen Räumen der OZ 2000
Wir haben speziell für Tierhalter vor einiger Zeit
einen Sonderpreis mit den Herstellern der von uns angebotenen Ozongeräte
ausgehandelt, denn oftmals ist es einem Katzen - oder Hundefreund
schlichtweg nicht möglich "mal eben" 750 Euro und mehr aufzubringen, um
Miscrosporum Canis endgültig zu eleminieren. Aus diesem Grund bieten wir die
Geräte auch in einem kleinen Verleihservice für den kleineren Geldbeutel an.
Notiz:
Viele Tierheime sind
mitlerweile unter den Kunden vom tierisch-gute.luft team, die sich auf dem
'Ozonplaneten' einfinden. Einmal vom DIESEM 'Virus' erwischt, wird der
'Ozonator' zum besten Freund und Helfer. Die Mädels des Teams
tierisch-gute-luft sind Katzenzüchter und mit unseren Sorgen und Nöten
bestens vertraut, sie sprechen aus eigener Erfahrung. Sie sind echte Profis
was den wirkungsvollen Einsatz von Ozon betrifft und eine massgerecht
zugeschneiderte Beratung/Behandlung ist Ehrensache. DAS allein macht sie zu
unbezahlbaren Verbündeten.
Therapiemöglichkeiten
Microsporum Canis Therapie - Mikrosporie
Nachfolgend eine Abhandlung über Microsporum Canis. Es sei hier angemerkt,
dass jegliche Vervielfältigung oder Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen
oder auszugsweise eine Copyrightverletzung darstellt und rechtliche Folgen
haben wird. Eine Veröffentlichung auf anderen Internetseiten bedarf der
schriftlichen Genehmigung von uns (siehe Impressum) und ist mit dem Hinweis:
"Der nachfolgende Text unterliegt einem ausdrücklichen Copyright.
Veröffentlichung mit schriftlicher Genehmigung der Betreiber des
Internetportals www.tierisch-gute-luft.de genehmigt." zu versehen.
Die verschiedenen Übertragungsmöglickeiten, Symptome, Diagnose und
Therapieformen von Microsporum Canis bei Tieren
Hautpilzinfektion bei Katzen (Dermatophytose,
Mikrosporie, Microsporum canis)
Ursache, Symptome und Therapie
Allgemeines
Hautpilzerkrankungen sind bei den Haustieren, insbesondere bei Hund und
Katze keine Seltenheit. Der Hauptverursacher ist hierbei Microsporum canis
(ca. 98% aller Fälle). Findet man diesen Pilz in Proben von Katzen, so ist
er entweder aktiv an einer Infektion beteiligt, oder das Tier ist, wenn auch
symptomlos, zumindest ein Träger der Sporen und damit eine mögliche
Infektionsquelle. Die Sporen sind in der Umgebung sehr lange überlebensfähig
und können bis zu 18 Monate ansteckungsfähig sein. Auch andere Tierarten
können sich anstecken. Daher stellt eine Pilzinfektion ein echtes Problem
dar, vor allem in größeren Beständen wie Zuchten oder Tierheimen.
Übertragung - Mikrosporum canis
Die Übertragung erfolgt über Sporen oder auch über infizierte Haare, da
der Pilz sich hauptsächlich in der Hornschicht der Haare aufhält.
Die Infektion kann entweder direkt von Tier zu Tier, aber auch indirekt
durch Schlafplätze, Kämme, Bürsten o. ä. erfolgen. Ein hohes Risiko besteht
bei "Familienzuwachs" in Form von Kitten oder Zuchttieren, oder auch durch
Einschleppung und Übertragung durch andere Tiere.
Dass eine Katze einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt ist, muss jedoch nicht
automatisch eine Infektion nach sich ziehen, da die Sporen durch die eigene
Fellpflege des Tieres entfernt oder an einer gesunden Hautflora und intakten
Haaren scheitern können.
Oft endet die Infektion durch die Ausbildung einer spezifischen Immunität
gegen Microsporum canis. Katzen mit einem schwachen Immunsystem (Kitten,
tragende und säugende Kätzinnen und Immunschwäche-Erkrankungen wie FIV oder
FeLV) können sich jedoch nicht selbst wehren.
Auch ein gleichzeitiger Parasitenbefall kann nicht nur das Immunsystem des
einzelnen Tieres schwächen, sondern auch für andere eine Infektionsquelle
darstellen, da durch Juckreiz verursachtes Kratzen die Haut verletzt und
Haare in die Umwelt gelangen.
Mögliche Symptome einer Infektion mit Mikrosporum canis
Mit Microsporum canis infizierte Katzen müssen nicht unbedingt schwer
erkranken: Oft zeigen die haarlosen Stellen nicht einmal
Entzündungsanzeichen. Teilweise sind die Tiere auch völlig symptomlos.
Wenn Symptome auftreten, können diese in Form und Schwere stark variieren.
Hier einige Beispiele:
- Symptomlose Tiere mit positivem Ergebnis einer Pilzkultur. Oft ist eine
Erkrankung eines immungeschwächten Tieres im gleichen Haushalt ein Hinweis.
Außerdem können Katzen, die nach einer Pilzinfektion geheilt erscheinen,
immer noch Träger der Sporen sein.
- Haarlose Stellen mit abgebrochenen und/ oder leicht ausziehbaren Haaren am
Rand und Krusten in der Mitte ohne sonstige Entzündungszeichen. Diese
Symptome treten oft bei Kitten auf, meist an Gesicht, Ohren und Pfoten, da
hier der Kontakt zum Muttertier, die in diesem Fall Trägerin der Sporen ist,
am innigsten ist.
- Kleinflächige Schuppen und Krusten, die oft von Juckreiz begleitet sind.
Ursache können zum Beispiel - meist einfach aus Unwissenheit - ungeeignete
Pflegeutensilien und/ oder auch sehr gut gemeinte, aber dadurch eventuell
übertriebene Fellpflege sein, was die Haut reizen und auch oft nicht
sichtbare Verletzungen der Haut nach sich ziehen kann. Auch durch Rangeleien
unter den Tieren können kleine Kratzer entstehen, die ebenfalls eine
Angriffsfläche für Microsporum Canis bieten. Zu beachten ist jedoch, dass
solche Schuppen und Krusten allerdings auch bei anderen Hauterkrankungen
auftreten können.
- Kreisrunde Hautveränderungen mit Entzündungsanzeichen und "Pickeln" am
Rand und wieder beginnendes Haarwachstum im Zentrum. Diese Form ist bei der
Katze eher selten, tritt aber beim Hund häufig auf (die sich ja auch
anstecken können).
- Haarverlust über den ganzen Körper verteilt (Generalisierte Form). Oft
zeigen sich zusätzlich Schuppen, Entzündungen, Krusten und Juckreiz in
unterschiedlich starker Ausprägung. Diese Form wird oft bei
immungeschwächten Tieren gesehen.
- Das sogenannte Pseudomyzetom. Hierunter versteht man mehr oder weniger
große Knötchen in der Haut, die auch Entzündungsflüssigkeit absondern können.
Hier sind auch die tiefer liegenden Hautschichten betroffen. Diese
Veränderung findet sich häufig bei der Perserkatze und tritt oft auch in
Kombination mit der Generalisierten Form (s. oben) auf.
Diagnose von Mikrosporie
Wegen der Vielgestaltigkeit der Veränderungen, die auch bei anderen
Hauterkrankungen so oder ähnlich auftreten können, sind genaue und
umfassende Untersuchungen unverzichtbar, um die Diagnose Mikrosporie stellen
zu können!
Deshalb ist hier ein Besuch beim Tierarzt Ihres Vertrauens sehr wichtig!
Bitte schildern Sie alle Symptome einschließlich der Entwicklung der
Erkrankung, der beteiligten Katzen und auch anderen erkrankten vierbeinigen
Hausbewohnern(!) und der vermuteten Infektionsquelle möglichst genau, damit
Ihr Tierarzt so mit Ihrer Hilfe möglichst schnell eine Diagnose stellen kann.
Nur so kann auch richtig und sinnvoll behandelt werden!
Außer einer genauen Schilderung Ihrerseits und einer gründlichen
Allgemeinuntersuchung der kranken Katze(n) gibt es weitere
Untersuchungsmöglichkeiten, die für eine zweifelsfreie Diagnose oft alle
durchgeführt werden müssen:
Ihr Tierarzt wird im abgedunkelten Raum die veränderten Hautbereiche mit der
sogenannten "Wood-Lampe" (auch Wood´sche Lampe oder Wood-Licht) beleuchten.
Viele - aber leider längst nicht alle - Unterarten von Microsporum canis
leuchten in diesem UV-Licht apfelgrün.
Zusätzlich untersucht er Haare unter dem Mikroskop auf typische
Veränderungen. Aber auch hier wird man nur in ca. 60-70 % der Proben fündig.
Weiterhin werden ausgezupfte Haare auf einen speziellen Nährboden
aufgebracht und dann einige Tage abgewartet, ob Pilzwachstum nachzuweisen
ist (Pilzkultur). (Vorsicht: auch harmlose Umgebungspilze wachsen auf einem
solchen Nährboden. Daher muss bei positivem Wachstumsbefund weiter
untersucht werden, ob der gewachsene Pilz tatsächlich Microsporum canis ist)
Sollte auch dann noch keine endgültige Diagnose möglich sein, besteht noch
die Möglichkeit der Entnahme einer Hautbiopsie. Hierbei wird unter örtlicher
Betäubung eine kleine Hautprobe entnommen und in einem Speziallabor
untersucht.
Therapie von Microsporum canis
Die Wissenschaft bleibt nie stehen, deshalb gibt es viele und immer
wieder neue Therapievorschläge und ein breites Spektrum an Medikamenten, die
eingesetzt werden können. Sprechen Sie Ihren Tierarzt ruhig auf seinen
aktuellen Wissensstand hin an. Ein guter Tierarzt wird Ihnen gerne Auskunft
erteilen und die entsprechenden Möglichkeiten erklären und mit Ihnen
zusammen das weitere Vorgehen besprechen.
Wichtig ist es, einen genau auf die Situation angepassten Behandlungsplan zu
erstellen. In jedem Fall schließt die Behandlung aber Tiere als auch die
Umgebung mit ein! Rechnen Sie deshalb auch mit einigem Zeit- und
Arbeitsaufwand. Bei positivem Befund von entsprechenden Untersuchungen
sollte immer eine Therapie durchgeführt werden!
Man teilt die Therapieformen in folgende Teilbereiche ein:
1. Am Tier
Hier gibt es einmal die lokale Therapie mit Salben, Shampoos und Bädern
und die sogenannte systemische Therapie, bei der die Katze mit der Eingabe
von Medikamenten behandelt wird. Beide Therapieformen sollten, wenn möglich
kombiniert werden.
2. Die Dekontamination der Umgebung
Dies beinhaltet die Beseitigung der Sporen aus dem Umfeld der Tiere
Lokale Therapie bei diagnostizierter Mikrosporie
Vor Behandlungsbeginn kann es in einigen Fällen mit hochgradigem Befall
oder auch bei Langhaarkatzen nötig sein, das Tier zu scheren. Bei lokalen
Veränderungen, die nur auf wenige Stellen begrenzt sind, reicht ein
Entfernen der Haare um die entsprechende Stelle herum. In jedem Fall sollte
man jedoch sehr vorsichtig sein, damit die Haut hierbei nicht verletzt wird,
da jede noch so kleine Wunde ein neuer Eintrittsort für Pilzsporen sein kann.
Während der Therapie sollte das Fell gegebenenfalls an den entsprechenden
Stellen auch kurz gehalten werden. Dies ist bei Behandlung mit
aufzutragenden Medikamenten bzw. Shampoos wichtig, damit einerseits der
Wirkstoff auch wirklich optimal an seinen Bestimmungsort gelangen kann und
das Fell auch nicht unnötig verkleben kann, denn auch dies kann wieder
Hautreizungen hervorrufen.
Lokale Behandlungsmittel werden ein- bis zweimal täglich aufgetragen. Meist
handelt es sich um Salben. Shampoos/ Waschungen oder Lotionen erfolgen ein-
bis zweimal pro Woche.
Besonders bewährt haben sich die Wirkstoffe Chlorhexidin, Ekonazol,
Miconazol, Ketokonazol und Enilkonazol. Teilweise sind sogar schon nach nur
ein oder zwei Waschungen die Kontrolluntersuchungen negativ, das heißt es
wurden keine Sporen mehr gefunden.
Man muss bei der Wahl des jeweiligen Mittels aber unbedingt Rücksprache mit
dem behandelnden Tierarzt halten, weil manche Wirkstoffe nicht für die Katze
zugelassen sind und trotz ihrer guten Wirksamkeit gegen Pilze bei der Katze
schwere Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen verursachen können!
Es gibt einige Shampoos mit Miconazol oder Ketokonazol für den Menschen ,
die auch bei Katzen eingesetzt werden können. Je nach Infektionsgrad könnten
sie jedoch auf Grund des relativ niedrigen Wirkstoffgehalts nicht
ausreichend wirksam sein.
Gut bewährt hat sich Chlorhexidin in Verbindung mit Miconazol. Dieses
Shampoo (Malaseb - beim Tierarzt erhältlich) ist für die Katze zugelassen
und sicher und gut verträglich in der Anwendung. Zwei Waschungen pro Woche
haben sich als sehr wirksam erwiesen.
Polyvidon-Jod oder verdünnte Bleichlauge sollten nicht verwendet werden,
weil sie Haut und Schleimhäute reizen und wenig wirksam sind. Außerdem kann
es zu Flecken und Veränderungen der Fellfarbe kommen, was ja gerade bei
Zuchttieren wenig erwünscht ist. Salben und Cremes zu verwenden ist nicht
besonders sinnvoll, da sie das Fell verkleben und oft schnell wieder
abgeleckt werden.
Nur bei Jungtieren unter 12 Wochen ist es besser, mit Salben lokal zu
behandeln, da die Mittel zur Ganzkörperbehandlung zu stark oder sogar giftig
für die Kitten sein können. Sicherheitshalber sollten alle in einem
betroffenen Haushalt lebenden Tiere als infiziert betrachten und wenigstens
mit lokalen Mitteln behandelt werden.
Systemische Therapie von Microsporum canis
Der Begriff "Systemische Therapie" bedeutet, das Medikamente gespritzt
oder eingegeben werden, also im ganzen Körper und nicht nur auf der Haut
wirken. Hierbei werden zur Zeit Griseofulvin, Ketokonazol, Itrakonazol,
Terbinafin und Lufenuron eingesetzt. Auch Impfstoffe sind inzwischen auf dem
Markt, es fehlt aber bisher an ausreichend Erfahrung für eine Langzeitstudie
bezüglich der Wirksamkeit.
Griseofulvin gehört immer noch zu den am meisten eingesetzten Wirstoffen bei
Hautpilzerkrankungen bei allen Haustieren.Zu beachten ist jedoch, dass es
nur das Wachstum und die Vermehrung des Pilzes hemmt und nicht abtötend
wirkt. Daher sollte dieses Mittel nur bei Katzen mit starkem Immunsystem
angewendet werden, da nur diese Tiere in der Lage sind, die bereits
vorhandenen Sporen und Wachstumsstadien von Microsporum canis selbst zu
beseitigen.
Dieses Mittel wird im Darm nicht optimal aufgenommen, was
man aber durch fetthaltige Nahrung verbessern kann. Die Wirksamkeit hält nur
kurz an, so dass die Therapiedauer bei mindestens fünf bis sechs Wochen
liegt. Bei tragenden Kätzinnen und Kitten unter sieben Wochen darf
Griseofulvin nicht eingesetzt werden.
Ketokonazol
Auch Ketokonazol wirkt nicht abtötend sonder nur wachstumshemmend auf
Microsporum canis.
Es wird mit Nahrung gut vom Darm aufgenommen. Die Wirkdauer ist länger als
die von Griseofulvin, das Medikament muss also meist "nur" einen Monat lang
gegeben werden. Die Nebenwirkungen halten sich mit Appetitlosigkeit und
Erbrechen in Grenzen. In Einzelfällen kann aber die Leberfunktion stark
beeinträchtigt werden. Also ist auch hier eine regelmäßige Kontrolle der
Leberwerte sinnvoll. Außerdem kann es zu Störungen im Hormonhaushalt der
Katze kommen.Bei tragenden und säugenden Kätzinnen und bei Kitten unter 6
Wochen darf Ketokonazol nicht angewendet werden.
Itrakonazol
Itrakonazol wirkt auf ähnliche Weise wie Ketokonazol aber deutlich besser.
Auch Itrakonazol sollte mit Futter eingegeben werden, weil es so besser vom
Darm aufgenommen wird. Itrakonazol reichert sich speziell in der Haut und
den Zellen des Pilzes an, wodurch die Nebenwirkungen - auch auf den
Hormonhaushalt des Tieres - viel schwächer ausgeprägt sind. Auch wenn
Microsporum canis auf Griseofulvin und Ketokonazol nicht mehr reagiert,
zeigt das Itrakonazol eine gute Wirksamkeit. Es ist außerdem das Mittel der
Wahl beim Pseudomyzetom (s. unter Symptome). Für Katzen gibt es seit einiger
Zeit ein speziell zugelassenes Medikament mit dem Wirkstoff Itrakonazol,
dessen Kosten sich, verglichen mit anderen Präparaten, in Grenzen halten.
Fragen Sie bitte hierzu Ihren Tierarzt.
Auch Itrakonazol sollte tragenden und säugenden Kätzinnen nicht gegeben
werden. Über die Dauer der Therapie gibt es verschiedene Meinungen.
Bitte besprechen Sie auch hier die Einzelheiten mit dem Tierarzt!
Terbinafin
Terbinafin wirkt im Gegensatz zu den bisher genannten Wirkstoffen nicht
nur wachstumshemmend sondern auch abtötend auf Microsporum canis. Auch
dieses Mittel reichert sich speziell in der Haut und den Haaren an und kann
so gut "vor Ort" wirken. Ein wichtiger Vorteil von Terbinafin ist, dass es
auch noch zwei bis drei Wochen nach Ende der Therapie weiterwirkt.
Es wird vor allem bei Pilzinfektionen der Krallen eingesetzt.
Lufenuron
Dieser Wirkstoff wird zur Zeit hauptsächlich in der Flohprophylaxe
eingesetzt. Aber auch gegen Microsporum canis und andere Hautpilze soll es
wirksam sein. Es gibt jedoch bisher nicht ausreichend Erfahrungen, um
Genaueres über die Therapie von Mikrosporie zu sagen.
Impfstoffe
Es gibt inzwischen auch Impfstoffe, die aus Bestandteilen von Microsporum
canis gewonnen werden. Diese haben aber nur eine therapeutische und keine
vorbeugende Wirkung. Auch hier gibt es bisher zu wenig Untersuchungen, um
eine eindeutige Wirksamkeit beweisen zu können.
Zur Zeit sind mehrere Impfstoffe erhältlich, beispielsweise Insol und
Microderm. Viele Feedbacks unserer Kunden haben gezeigt, dass die "Impfung"
eine Alternative zur herkömmlichen systemeischen Therapie darstellt. Je nach
Verlaufsform und/oder Vorerkrankung des infizierten Tieres sollten Sie
gemeinsam mit Ihrem Tierarzt entscheiden, ob eine Impfung ausreichend ist.
Verlaufskontrolle der Therapie
Um den Heilungsfortschritt zuverlässig beurteilen zu können, ist es
unerlässlich, in bestimmten Abständen Proben zu entnehmen und auf Pilzsporen
zu testen, denn erst bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses sollte die
Therapie abgesetzt werden.
Standardmäßig wird sowohl eine lokale wie auch eine systemische Therapie
über mindestens 6 Wochen durchgeführt. In der fünften Behandlungswoche
unterbricht man jedoch die lokale Behandlung, um dann in der 6. Woche eine
Probe entnehmen zu können. Danach wird die Therapie fortgesetzt, bis die
Testergebnisse vorliegen. Ist das Ergebnis negativ, können also keine
Pilzbestandteile mehr nachgewiesen werden, kann die Behandlung beendet
werden. Ist der Befund positiv, wird bis zur 10. Woche weiterbehandelt. Dann
wird die Pilzkultur wiederholt. Ist in dieser Probe immer noch der Hautpilz
nachweisbar, muss das Medikament gewechselt und die Umweltdekontamination
durch den Besitzer überprüft werden.
Die Standard-Testmethode zur Verlaufskontrolle (auch zur Bestandssanierung,
s. u.) sollte immer die sogenannte "McKenzie""-Technik sein, damit man
objektiv vergleichbare Ergebnisse erzielt. Die McKenzie-Technik ist eine
Sonderform der Pilzkultur: Mit einer sterilen Zahnbürste (frisch aus der
Verpackung ist auch steril genug) werden ursprünglich veränderte Areale oder
bei symptomfreien Tieren die Stellen, die typischerweise betroffen sein
können, gründlich (mehrere Minuten!) durchgebürstet. Die Borsten werden
vorsichtig auf den speziellen Nährboden gedrückt und eventuell zwischen den
Borsten haftende Haare werden ebenso aufgetragen.
Bestandssanierung bei diagnostizierter Mikrosporie
Gerade Züchter, Tierheime oder andere Bestände mit mehreren Tieren,
stehen bei der Behandlung einer Infektion mit Microsporum canis vor einer
großen Herausforderung. Vom Prinzip her ähneln sich die Therapiemaßnahmen
natürlich, müssen aber nun im "größeren Stil" durchgeführt werden.
Über den gesamten Bestand wird eine Sperrzeit verhängt, d. h. es dürfen
keine Ausstellungen besucht, keine Katzen verkauft und sinnvollerweise auch
keine neuen Tiere hinzugefügt werden. Selbstverständlich sollten auch
jegliche Zuchtaktivitäten während dieser Zeit eingestellt werden.
Alle infizierten Tiere, egal ob offensichtlich erkrankt oder nur Träger der
Sporen ohne Symptome, werden zweimal wöchentlich lokal durch Waschungen mit
entsprechenden Shampoos oder Lösungen behandelt.
Außerdem werden alle Katzen, die Symptome haben, auch systemisch (s. u.
Systemische Therapie) behandelt. Allerdings dürfen tragende und säugende
Kätzinnen und Kitten, die unter 12 Wochen alt sind, keine Medikamente
bekommen (bzw. muss bei den Kitten die entsprechende Altersbeschränkung in
der Packungsbeilage des jeweiligen Medikaments beachtet werden). Bei diesen
Tieren muss man sich auf die lokale Therapie beschränken. Nach vier Wochen
wird die Pilzuntersuchung wiederholt. Bei nach wie vor positivem Befund muss
die Therapie weitere vier Wochen fortgesetzt und dann die Untersuchung
wiederholt werden.
Die Gesamtdauer der Behandlung kann von einigen Wochen bis zu mehreren
Monaten betragen.
Erst wenn bei allen Tieren im Bestand zwei Proben im Abstand von 15 Tagen
negative Ergebnisse liefern, sollte die Therapie abgesetzt werden.Auch die
nicht infizierten Tiere sollten alle 15 Tage getestet werden. Es kann
vorkommen, dass sich Tiere mit anfänglich negativer Pilzkultur doch noch
angesteckt haben.
Auch und gerade in einem größeren Bestand ist die Desinfektion der Umgebung
von großer Bedeutung.
Ausschließliche Behandlung von Kitten
Eine ausschließe Behandlung von Kitten ist nicht sinnvoll. Man kann zwar
auf diese Weise die Jungtiere frei von Microsporum canis bekommen, aber
diese Methode stellt doch nur einen Kompromiss dar. Der übrige Bestand wird
auf diese Weise nie frei von Mikrosporie werden.
Ein seriöser Züchter wird eine gründliche Bestandssanierung anstreben, da es
unverantwortlich ist, infizierte Tiere abzugeben bzw. gesunde Katzen zu
Zuchtaktivitäten in den Bestand einzubringen. Schließlich steht nicht nur
die Gesundheit der Katzen sondern auch deren "Mitbewohner", also auch
anderer Tiere auf dem Spiel. Im Alter von vier Wochen werden die Kitten auf
Pilze untersucht. Während man auf die Ergebnisse wartet, behandelt man die
Jungtiere mit Chlorhexidin (s. o. unter lokaler Therapie). Chlorhexidin ist
bereits in diesem Alter gut verträglich. Ist das Testergebnis positiv,
werden die Kitten ab der sechsten bis siebten Lebenswoche systemisch
behandelt. Die Behandlung wird über mindestens sechs Wochen fortgeführt und
endet erst, wenn die letzte Pilzkultur bei allen behandelten Tieren negativ
ist. Erst nach diesem Zeitpunkt sollten die Kitten abgegeben werden.
Folgendes ist abschließend noch zu sagen:
Es soll hier keine Schwarzmalerei und auch keine wissenschaftliche
Abhandlung betrieben werden. Wir möchten an dieser Stelle über die oft
verharmloste Hautpilzerkrankung Mikrosporie informieren und aufklären sowie
an Züchter, Tierheime aber auch "Otto-Normal"-Katzenhalter und nicht zuletzt
Tierärzte appellieren, diese Erkrankung ernstzunehmen. Aber: Bitte brechen
Sie jetzt nicht in Panik aus und versuchen Sie nicht überall "weiße Mäuse"
zu sehen.
Sie müssen nicht ständig wahre Desinfektionsorgien durchführen und hinter
jedem Pickel oder ausgefallenem Haar den großen Feind Hautpilz vermuten.
Pilzsporen können überall sein, ohne gleich Erkrankungen hervorzurufen.
Verdächtige Hautveränderungen sollten immer vom Tierarzt untersucht und auch
auf Microsporum canis getestet werden, um entweder eine Infektion
auszuschließen oder frühzeitig mit konsequenter Behandlung beginnen zu
können.